Rentenfonds
Investmentfonds, der in festverzinsliche Wertpapiere, so genannte
Rentenpapiere, investiert. Ihren Wertzuwachs erwirtschaften diese Fonds
durch die Zinszahlungen sowie den Handel mit den gehaltenen Wertpapieren.
Einzelne Fonds führen darüber hinaus auch (spekulative)
Absicherungsgeschäfte am Terminmarkt durch.
Überproportional profitieren Rentenfonds in Zeiten sinkender Zinsen, da in
diesen der Wert der gehaltenen Wertpapiere stark steigt. Auf der anderen
Seite fällt es Rentenfonds schwer, in Phasen steigender Zinsen eine positive
Rendite zu erwirtschaften (siehe auch Zinsänderungsrisiko).
Risikoprofil
Chancen und Risiken eines Rentenfonds hängen von Anlageregion,
Anlagehorizont (Restlaufzeit) und der Sicherheit der Emittenten ab. Als
sicher gelten z. B. Staatsanleihen und Anleihen von Unternehmen mit sehr
guter Bonität. Die Bonität einzelner Unternehmen und Anleihen wird dabei von
unabhängigen Ratingagenturen bemessen. Ein Ausfall der Zinszahlungen und der
Rückzahlung gilt bei Anleihen guter Emittenten als unwahrscheinlich.
Die Anleihen schlechter bewerteter Emittenten, die auch als Junk Bonds oder
High Yield Bonds bezeichnet werden, bieten dafür in der Regel höhere Zinsen
für ihr höheres Risiko. Rentenfonds, die ausschließlich in diesem Segment
spekulieren, tragen oft eine solche Bezeichnung im Fondsnamen. Aber auch für
die übrigen Fonds sind diese Papiere als Beimischung interessant.
Durch die Bündelung mehrerer Wertpapiere und das aktive Management der Fonds
bietet ein Rentenfonds für Privatanleger ein besseres
Chance-/Risiko-Verhältnis als der Kauf einzelner Anleihen.
Investiert ein Rentenfonds in fremden Währungen, besteht für den Halter des
Fonds ein zusätzliches Währungsrisiko.
[Quelle: Wikipedia, die freie Enzyklopädie]